![]() |
Samstag,
16. September 2006 - 14.00
Pioneros de Cancún - Cruz Azul Oaxaca Estadio Cancún 86 / Cancún 3. Liga Mexiko 6:1 |
![]() |
|
Am
nächsten Morgen angekommen pickte ich mir eines der reichlich vorhandenen
Hostels in Mexicos Turistadt Nummer Eins raus, was bis zum Rückflug
zwei Tage später mein Zuhause werden sollte. Eine Openair-Bar/Disqueteke
auf dem Dach des selbigen wurde in den Folgenächten dem Bett aber
meist vorgezogen und so schon mal für den Jetlag trainiert. Vorher
aber noch letztes Mal Pflichttermin:
Wie schon am Vortag sollte es auch heute ein 3.Liga-Spiel sein, wobei der eigentliche Grund der Spielauswahl zugegebener Masen der war, dass Cancun ja Abflugort war, lies sich damit also wunderbar kombinieren. 500 Zuschauer durften dann miterleben, wie noch der Unabhängigkeit zu Ehren Nationalhymne, Ehrenmärsche von Mädchen(ärsche), Gruppenfotos und Spruchbänder präsentiert wurden bevor endlich der Ball rollen konnte. Die Pioniere ganz klar favorisiert hatten weiter keine Mühe das ding mit 6:1 nach Hause zu schaukeln. Sogar einen 30köpfigen Supportmob kann man bewundern hier, wobei diese mit Tröten und Sirenen mehr auf den Sack gehen als alles andere. Auswärtige Fanscharren glänzten hier mit Abwesenheit. GI: Lediglich die zwei Längsseiten sind mit identischen Tribünen der Marke Ohnedach als Ausbau erwähnenswert und fallen mit den in Vereinsfarben gelb-rot gepinselten Stufen ins Auge. Auf Sitzplätze oder gar unsinnige Hintertortribünen verzichtet man hier ganz. Wenigstens dient eine der Hintertormauern als Stecktafel für den aktuellen Spielstand. Soweit so gut war auch hier nach 90 Minuten Schluss und das Kapitel Mittelamerika konnte zumindest Fußballtechnisch geschlossen werden. Die Aktivitäten in den letzten zwei Tagen wurden auf ein Notwendiges aus Essen, Schlafen, Trinken, Feiern und Baggern beschränkt, damit man zu Hause sagen kann, dass man wenigstens ein bisschen ganz normalen Urlaub gemacht hat. Am frühen Mittwoch Nachmittag wurde ein letztes Mal der Bus bestiegen, welcher mich zum Flughafen bringen sollte und nach problemlosen einchecken und boarden konnte der Condor-Vogel mit leppischen zwei Stunden Verspätung gen Germany abheben. 10 Stunden im Flieger mit 300 miesmutigen, genervten und meckernden deutschen Pauschaltouristen genügten, um sich der Realität bewusst zu werden wieder zu Hause zu sein. Von Frankfurt ging es noch das letzte Stückchen nach Nürnberg und spätestens als man am Donnerstag Abend das erste Mal nach 85 Tagen die heimische Tür ins Schloss fallen hörte waren die Planungen für die nächste Tour am anlaufen und ich wieder zu Hause, wenn auch nur für ganze 30 Stunden, denn der Ball rollt stetig. |
||
|
|
||