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Samstag,
9. September 2006 - 19.00
Wagiya FC - Hankook Verdes Carl Ramos Stadium / Dangriga 1. Liga Belize 2:1 |
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Dementsprechend
früh erblickte man die ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages
und nichts wie weg von diesem dreckigem Stückchen Erde weiter
gen Norden. Collectivo bis Puerto Cortés, weiter mit dem Chickenbus
irgendwo in die Pampa, wieder rein in ein Collectivo bis zur sogenannten
Urwaldgrenze nach Guatemala, übliches Prozedere, nächstes
Collectivo und noch mal Chickenbus und dann war man 1. in Puerto Barrios
und 2. der Tag vorbei. Hier sollte es dann am nächsten Morgen
per einzig sinnvolle Möglichkeit mit dem Boot rüber nach
Belize gehen. Am Hafen (oder besser gesagt an dem einen vermoderten
Holzsteg da am Wasser) bekam man von den herumstehenden Gesindel die
Information über Abfahrtszeit und Preis. Zwar sind 28 Dollar
kein Pappenstil, wird hier aber eben vor allem an der Alternativlosigkeit
verdient, liegt die nächstmöglichste Grenze, Belize auf
dem Landweg zu erreichen doch erst irgendwo im Tschungel bei Tikal,
sprich in Nordguatemala, welches wiederrum aufgrund Mangel an Strassen
nur über den Megaumweg Guatemala City zu erreichen ist, sprich
fast drei Tage Sinnlosreise was man von Puerto Barrios aus innerhalb
einer Stunde machen kann. Daran will dann auch der Staat Guatemala
selbst ein wenig von abhaben und so wurde ich am nächsten Morgen
im örtlichen Immigrationsbüro (hier muss man sich den Ausreisestempel
besorgen, sonst darf man nicht nach Belize rein) noch Dezent auf die
Anfallende Ausreisegebühr von weiteren 10 Dollar hingewiesen,
welche laut nachfrage ausschließlich anfallen, verlässt
man das Land auf dem Wasserweg ja ne, schon klar! Also in den
sauren Apfel gebissen und so per Hochgeschwindigkeits-Nussschale der
Miniaturstaat Belize erreicht. Hier am Ende des Stegs noch ein wenig
in der Holzhütte angestanden, in welcher man seinen Einreisestempel
holen muss (welcher kostenlos ist, dafür holen sich die Belizer
ihre Kohle in Form von unverschämten 17,50 Dollar Ausreisegebühr)
und schon war man im letzten der acht bereisten Länder der Tour.
Punta Gorda heißt das ruhige Dörfchen wo meine erste Aufgabe
eine Tageszeitung zwecks Spielansetzungen zu organisieren darin scheiterte,
dass es 1. nur in ein paar Ausgewählten Städten Belizes
so etwas in der Art zu erwerben gibt und 2. es dann auch nicht wirklich
eine TAGESZeitung ist, sondern vielmehr ein Halbwochenblatt, wird
die Zeitung hier nur Mittwochs und Sonntags gedruckt. Was für
ein Land! Alles in Allem läuft in dem Land auch ziemlich das
ganze Leben so ab, wie man es sich jetzt vielleicht vorstellen mag.
Zeit ist hier nicht nur relativ, sie ist schlichtweg eigentlich nicht
vorhanden. Alles fährt irgendwie irgendwann irgendwo ab und kommt
vielleicht auch irgendwie irgendwann irgendwo an, die Läden machen
dann auf, wenn der Ladenbesitzer gerade Bock hat und schließen
dann wieder, wenn genug Geld für das Abendliche Guinness eingenommen
wurde. Guinness? Ja richtig, die gute kohlensäureleere Schwarzbierplörre
aus good old Ireland, ein Überbleibsel der britischen Kolonialzeit.
Und das schlimme daran: Das ist noch nicht mal das Dubioseste in diesem
Land. Hier ist einfach alles Seltsam, aber doch irgendwie genial. Fortsetzung hier |
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