Der
naechste Tag wurde um sieben begonnen und es ging zum Busbahnhof (befindet
sich direkt hinter dem Stadion). Fuer 2.40 $ gabs Eintritt in den
Bus gen Hauptstadt und vier Stunden spaeter erreichte man San Salvador.
Taxipunkt konnte nun auch nachgeholt werden und vom Busbahnhof Orriente
(gibt zwei Stueck, der andere im Westen der Stadt: Occidente) gings
fuer 3,- $ in die Stadt und zur Juhe am bulevard. Hier gibts fuer
6 Dollar fuer ein Bett im Sechsbettzimmer die guenstigste Uebernachtungsmoeglichkeit.
San salvador als Stadt konnte direkt ueberzeugen. Waren alle anderen
bisher in Mittelamerika besuchten Hauptstaedte doch vor allem haesslich,
dreckig, laut, chaotisch und hecktisch, so ist die Millionenstadt
hier eine echt ausnahme. Wirklich erstaunlich wie die Salvadorianer
nach all den tiefschlaegen (36jaehriger Krieg bis 93, Erdbeben 97
und Hurrikan 01) so schnell die Stadt wieder hochgezogen haben und
vor allem wie "westlich" es hier teilweise ist. Allen voran
die Shopping-Mals sind der wahnsinn. Da kann jedes Deutsche Einkaufszentrum
einstecken. Dermassen sauber, grossraeumig, organisiert und hell dass
man sich wie im besten Wohlstandsstaat fuehlt anstatt in einem Dritte-Welt-Land.
Im Guesthouse also schnell Gepaeck abgestellt ging es auch schon raus
zum Estadio Cuscatlán, welches man mit der Buslinie 44 (0.25$
pro Fahrt) erreicht. Hier also heute Nachmittag auch das erste Saisonspiel
fuer den Hauptstadtverein San salvador FC, nach Alianza FC die Nummer
Zwei der Stadt.
GI: Das Nationalstadion ist eine riesige Betonschuessel mit Laufbahn
fuer insgesammt 40.000 Besucher. Waehrend die eine haelfte (=eine
komplette Laengsseite + jeweils eine halbe Kurve) ausschliesslich
unueberdachte Betonstufen in gelb-rot bietet, wurden auf der anderen
Seite nachtraenglich blaue Metall-Klappsitze installiert. Hier findet
man im oberen Bereich dann auch eine Ueberdachung die hoch oben tront,
ist auf dieser Haelfte doch auf die Tribuene noch vier Stockwerke
"Palcos", sprich VIP-Balkone" gebaut. Flutlichtmasten
sind es dann drei pro Langsseite. Desweiteren gibt es eine nicht wirklich
gut funktionierende LED-Anzeigentafel in einer Ecke des Stadions.
Der San Salvador FC weckt nicht wirkich das Interesse der Oeffentichkeit
und zuschauerzahlen im dreistelligen Bereich sind bei Heimspielen
keine seltenheit. Dagegen kann der im nordosten des Landes, nahe der
Honduras-Grenze gelegene Club deportivo Chalatenango mit einer grossen
Gefolgschaft aufwarten. so waren es heute ueberwiegend anwesende Gaeste
in lila-weiss, als Hauptstaedtler. Wupport kam deswegen aber trotzdem
nicht zustande und so verfolgten die 2.000 sich im weiten Rund verlierenden
Zuschauer schweigend das von der Gastmannschaft dominierte Spiel.
diese gingen in Halbzeit eins auch in Fuehrung, bauten diese im zweiten
Druchgang auf ein 2:0 aus und auch wenn San Salvador noch auf ein
2:1 rankam, war der Sieg der "Skorpions" (den Skorpion findet
man auch im Vereinswappen von Chalatenango wieder) nicht wirklich
mal gefaehrdet.
Puenktlich zum allabendlich einsetzenden Regen war das Spiel auch
zu Ende und es ging per Bus wieder zurueck zur Bleibe in dem Wissen,
fast eine Woche auf das naechste Fussballspiel warten zu muessen,
bieten die Mittelamerikanischen Spielansetzungen doch leider keine
"Unter-der-woche-Spiel" fuer die kommende Woche.
Fortsetyung
hier