Sonntag, 21. August 2005 - 11:30 Uhr
Ferencváros Budapest - Lombard FC Pápa
Üllöi uti stadion / Budapest
1. Liga Ungarn
3:3

Dies ist ein Ausschnitt aus einem kompletten Tourbericht, welcher hier beginnt. Im Bericht kann man mit den Pfleilen jeweils zu Anfang und Ende des Bericht-Abschnittes weiter- oder zurückblättern.

[<<<] Im Abteil lernte man dann den derzeit in Barce-lona lebenden Mexikaner Carlos kennen, mit dem man noch ein ganzen Stueck ver-laberte bevor der Sandmann kam. Zwei Grenzkontrollen und neun Stunden spaeter dann "Guten Morgen, Budapest". Mit meinem neuen Mexican Friend ging's dann auf Hostelsuche wo man fuer umgerechnet 18 EU-Taler zwar verhaeltnissmaessig teuer, dafuer aber mitten in der Innenstadt unterkam. Also Tschuess Carlos, ich geh jetzt zum Fussi. Der lies nicht lang ueberlegen und war von der Idee so begeistert, dass er doch glatt mitkam. Na mir soll's recht sein. Mit der Metro also bis Nepliget gefah-ren und fuer 1.600 Forint ging's auf die Haupttribuene des "Uelloei uti Stadion" (sorry - hier gibt's keine UEs und OEs auf der Tastatur), der Heimat Ferencvaros Buda-pests. Die hatte man zwar schon mal bei einem Heimspiel besucht, allerdings war das damalige UEFA-Cup-Spiel im November letzten Jahres gegen Feyenoord Rot-terdam im Nationalstadion.
Der heutige Gegner diesmal im normalen Ligabetrieb etwas weniger spektakulaer. Lombard FC Papa (auch Striche ueber as und es find ich hier nicht, nochmal sorry) hatte neben seinen Spielern und Funktionaeren noch 15 Nasen fuer den Gaesteblock mitgebracht, die von gut fuenf mal sovielen Polizisten und Ordner be-schuetzt wurden und weiter nicht auffielen. Der Fradimob hingegen zauberte zum Intro eine nette Kassenrollenaktion aufs Parkett die untermalt von gruenem Rauch gefallen finden konnte. Nicht wenige der Kassenrollen hatten sich an der fuer was auch immer vor dem Heimblock in etwa 5 Meter hoehe gespannte Seil/Kabel verfan-gen, sodass ein kleiner Vorhang aus weissen Papierstreifen das Spiel ueber vorm Gaesteblock hing. Schade eigentlich fuer die Heimblockleute die dadurch wohl weni-ger freie Sicht auf ihre gerade in der ersten Halbzeit gut aufspielende Elf hatten, wel-che schon nach sieben Minuten in Fuehrung gingen und diese bis zur Halbzeit auf ein 3:0 ausbauen konnte (unter anderem Dank der Mihilfe des Gegners durch das zwischenzeitliche 2:0-Eigentor). Doch wie schon gestern sollte sich auch bei diesem Kick der Spiess in HZ 2 drehen. Fradi ruhte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs noch ein wenig auf den vorher eingebrachten Lorbeeren aus, was Papa nicht lange ungestraft lies (hoert sich genial an…) und nach nur drei Minuten zum Anschlusstref-fer einlochte. Weiter ging's mit einem Elfmeter zum 3:2 und letzten Endes dem Aus-gleich zum 3:3. Noch waren aber gut 20 Minuten zu spielen und beide Teams legten alles darauf an, den Sieg zu erringen, was ein munteres Spielchen mit sich brachte, der Erfolg dann letzten Endes aber ausblieb und es bei der Punkteteilung blieb. Also von der Spielqualitaet darf das die naechsten Kicks ueber ruhig so bleiben.
Noch ein paar Worte zum Stadion, dessen Name jetzt nicht nochmal so verhunzt wiedergegeben werden soll: Allen voran die Flutlichtmasten fallen dem Betrachter durch ihren seltsamen Stil auf. Ein klein wenig wie die "Giraffen" in Dresden, eben nur auf zwei Beinen, ragen sie ins Stadioninnere und sind mit Casinowerbung bepin-selt. Die drei miteinander verbundenen Tribuenen des Allseaters sind in den vereins-farben gruen-weiss gehalten und verfuegen ueber keine Bedachung. Fuer ein paar trockene Sitzplatze sorgt die auf die Hauptseite draufinstallierte VIP und Presse-Tribuene. An stelle einer Tribuene findet man an der der "leeren" Hintertorseite das Verwaltungsgebaude hinter wessen Schaufenster sich noch einige Logenplaetze fin-den.
So genug geschwaft. Jetzt ging es wieder raus aus dem Ground und mit der Strabo auf halbe Strecke zum Vasas-Ground. Hier machte sich Carlos auf in die Stadt und ich testete mal die Pizzaria am Platze an. Danach ging es auch schon weiter in den Norden um das Illovsky-Rudolf-Stadion aufzusuchen. Hier dann eben noch die An-stosszeit, 19h, bestaetigen lassen und sich dann ein wenig durchs anliegende China-town getrieben. Was jetzt vier Stunden in diesem trostlosen Viertel machen? Wieder den ganzen Weg zurueck in die Stadt war mir dann auch zu bloed - also rein in die naechste Kaschucke und bei ein paar Pivo sich per Handy ueber den aktuellen Stand der Dinge beim Pokalspiel Eschborn-Glubb informieren lassen. Eben noch einen Trost aufs Vier zu Null unserer Helden getrunken und zurueck zum Stadion. [>>>]

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